An geplanten Eingriffen führe ich alle Wahloperationen an der Hand ambulant und stationär durch. Hierzu gehören besonders die sog. „Volkskrankheiten“ der Hände wie z.B.:
•    Kompressionssyndrome der Nerven: Karpaltunnelsyndrom, Sulcus ulnaris Syndrom, Loge de Guyon Syndrom
•    Verkrümmungen der Finger: Morbus Dupuytren
•    Rekonstruktion von Gelenken: z. B. beim Daumensattelgelenkverschleiß, schnellenden Finger sowie Handgelenksganglion


KARPALTUNNELSYNDROM (Einengung der Nerven am Handgelenk)
Schmerzen und „Kribbeln“ im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger treten insbesondere nachts oder frühmorgens auf. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem ständigen Taubheitsgefühl der Finger kommen. Häufige Ursache ist eine Einengung des  Handmittelnervs in seinem Verlauf durch den Handwurzelkanal. Bei entsprechendem neurologischen Befund ist eine operative Behandlung angezeigt.

Bei der Operation wird bei der „offenen Technik“ über einen ca. 2-3 cm langen Hautschnitt zwischen Daumen- und Kleinfingerballen eine Bandstruktur über dem Karpaltunnel aufgesucht und durchtrennt. Bei der „endoskospischen Technik“ genügt ein 1 cm langer Hautschnitt. Bei länger bestehender Taubheit zeigt sich eine langsamere Rückbildung der Beschwerden, bis sich der Nerv von der Einengung erholt hat.

„ÜBERBEIN“ (Ganglion)
Die Bezeichnung „Überbein“ umfasst tumorähnliche Zystenbildungen, die in Gelenk- und Sehnenscheidennähe vorkommen. Es handelt sich um Ausstülpungen der Gelenkkapsel oder von Sehnengewebe mit gallertartigem Inhalt. Dieser harmlose Befund wird bei Beschwerden oder ästhetischer Beeinträchtigung operativ entfernt.

SCHNELLENDER FINGER, SCHNAPPFINGER, RINGBANDSTENOSE
Das Schnappen des Fingers bei Beugung ist das typische Zeichen bei Vorliegen einer Ringbandstenose. Ferner findet sich häufig eine Druckschmerzhaftigkeit über dem Grundgelenk des betroffenen Fingers. Bei kurzer Beschwerdedauer kann
zunächst die eventuelle spontane Besserung abgewartet werden oder eine Kortisoninjektion in die Beugesehnenscheide erfolgen. Bei fehlender Besserung der Beschwerden besteht die operative Behandlung in der Spaltung des Ringbandes über einen etwa 2 cm langen Schnitt in der Handinnenfläche.

VERKRÜMMUNG DER FINGER (Morbus Dupuytren)
Bei dieser gutartigen Erkrankung treten knotige oder strangartige Verdickungen an der Handinnenfläche sowie eventuell auch an den Fingerbeugeseiten auf. Im fortgeschrittenen Stadium entsteht eine zunehmende Beugestellung der Finger.
Ziel der Operation ist die Funktionsverbesserung der Hand, die durch Entfernung der Knotenbildungen und Faserstränge erreicht wird. Hierbei ist es häufig erforderlich, mikrochirurgisch, d. h. unter Verwendung einer Lupenbrille oder eines Operationsmikroskopes, die Nerven und Gefäße darzustellen.

ABNUTZUNG VON GELENKEN
Das Daumensattelgelenk wird durch das Vieleckbein und den Mittelhandknochen des Daumens gebildet. Die Sattelgelenkarthrose am Daumen ist die häufigste Arthrose an der Hand. Es resultiert ein frühzeitiger Knorpelabbau an den Gelenkflächen mit Bewegungs- und Druckschmerzen, einer eingeschränkten Beweglichkeit und schließlich einem Kraftverlust des Daumens.

Bei zunehmender Einschränkung der Beweglichkeit und anhaltenden Schmerzen ist die operative Behandlung durch eine sog. Resektions-Suspensions-Arthroplastik mit Entfernung des Vieleckbeins und der Stabilisierung des Mittelhandknochens durch einen Sehnenstreifen angezeigt. Nach der Operation wird für etwa drei Wochen eine Schiene angelegt.

TENDOVAGINITIS STENOSANS DE QUERVAIN
Es finden sich Schmerzen am daumenseitigen Handgelenk, die bei bestimmten Bewegungen (Wringen, Dosenöffnen) verstärkt auftreten. Falls durch konservative Maßnahmen (Ruhigstellung, Kortisoninjektion) innerhalb von 4 – 6 Wochen keine dauerhafte Besserung zu erreichen ist, ist eine baldige Operation angezeigt.

Über einen bogenförmigen Schnitt am daumenseitigen Handgelenk wird das entsprechende Sehnenfach gespalten und so die störende Einengung beseitigt. Danach können die Sehnen schmerzfrei gleiten.

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