Sie haben den schweren Leidensweg - den Verlust einer Brust - hinter sich gebracht, eine Chemo- und Strahlentherapie durchstanden. Oder Sie beschäftigen sich mit der Erstdiagnose eines Mammakarzinoms und interessieren sich für die verschiedenen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit zur Brustrekonstruktion mit Implantaten oder körpereigenem Gewebe.

I. BRUSTREKONSTRUKTION MIT IMPLANTATEN

Die Verwendung von Implantaten oder Expandern bietet die Möglichkeit einer sicheren und schnellen Wiederherstellung der verlorenen Brust mit akzeptablem ästhetischem Ergebnis. Speziell ältere Patientinnen, denen lange Operationszeiten zu belastend erscheinen, haben hierbei die Möglichkeit durch eine einfache Einbringung eines Implantates oder Expanders die Brust wiederherstellen zu lassen. Gegebenenfalls benötigen Sie hierfür zur Rekonstruktion des fehlenden Haut- und Weichteilmantels zusätzlich eine Gewebetransplantation vom Rücken oder vom Bauch.

Langfristig können hierbei allerdings implantatassoziierte Komplikationen, wie Kapselbildung, Schmerzen, Implantatdislokation und ein unschönes ästhetisches Ergebnis auftreten.


II. BRUSTREKONSTRUKTION MIT KÖRPEREIGENEM GEWEBE (DIEP, S-GAP-, I-GAP-, SIEA-Lappentransplantat)

Besonders jüngere Patientinnen ohne Grunderkrankung profitieren von einer „natürlichen“ Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe. Die traditionelle autologe Brustrekonstruktion mit dem Latissimus dorsi-Lappen oder dem gestielten TRAM-Lappen konnte in den letzten Jahren durch die Entwicklung der sogenannten Perforator-Lappenplastiken (DIEP, S-GAP-Lappen) verbessert werden.

Während meiner mehrjährigen Spezialausbildung bei dem Pionier der Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe Prof. Allen in New Orleans, USA habe ich zahlreiche der folgenden Operationstechniken erfolgreich durchgeführt.

PERFORATORLAPPENPLASTIKEN - DIEP
Bei der Brustrekonstruktion mit einem DIEP-Transplantat wird Haut- und Fettgewebe vom Bauch zur Brust frei transplantiert. Diese Technik schont die Bauchwandmuskulatur, verhindert Hernienbildungen und verkürzt Ihren post-operativen Aufenthalt. Bereits am nächsten Tag können Sie aufstehen, da Sie kaum Schmerzen haben.

PERFORATORLAPPENPLASTIKEN - S-GAP oder I-GAP
Bei ca. 15 bis 20 Prozent der Patientinnen steht für eine Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe nicht genügend Bauchgewebe zur Verfügung. In diesen Fällen kann Gewebe vom Gesäß (S-GAP- oder I-Gap-Lappenplastik) entnommen werden.

Die Vorteile der Brustrekonstruktion mit Perforatorlappenplastiken bestehen in der Verwendung von körpereigenem Gewebe. Das Gewebe nimmt zu, wenn Sie zunehmen, das Gewebe nimmt ab, wenn Sie abnehmen. Die Brust fühlt sich natürlich an und folgt dem Gesetz der Schwerkraft.

Unser mikrochirurgisches Team arbeitet parallel, sodass sich die Operationszeit auf vier bis fünf Stunden verkürzen lässt. Ihr stationärer Aufenthalt wird fünf bis zehn Tage betragen. Ca. sechs Wochen später erfolgt in einer zweiten Operation die Rekonstruktion der Brustwarze mit ggf. angleichender Straffung oder Verkleinerung der gegenüberliegenden Brust.

SIEA-LAPPENPLASTIK
Bei einigen Patientinnen kann das modernste und schonendste Rekonstruktionsverfahren, der SIEA-Lappen, verwendet werden.
Hierbei wird auf eine Eröffnung der vorderen Rektusfaszie verzichtet und nur oberflächlich Haut und Fettgewebe transplantiert. Voraussetzung ist allerdings eine nicht immer vorhandenes Gefäßbündel. Wir führen deswegen präoperativ eine entsprechende Ultraschalluntersuchung durch.

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MITGLIED DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT DER PLASTISCHEN, REKONSTRUKTIVEN UND ÄSTHETISCHEN CHIRURGEN

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